-Integrativer Kinder- und Jugendfarmbetrieb -


  • Offenes Angebot: Den auf der Kinderkonferenz klar formulierten Wunsch der Kinder, die Tiere häufiger versorgen zu dürfen und mehr frei spielen und sich ausprobieren zu dürfen, haben wir uns zu Herzen genommen und nun umgesetzt.
    • Ab dem 13.März jeden Mittwoch von 15.00 bis 17.00 sind alle unserer Mitglieder herzlich eingeladen an der Tierversorgung teilzunehmen.
    • Samstags von 12-14 Uhr sind alle unserer Mitglieder herzlich eingeladen an der Tierversorgung teilzunehmen.
    • Bei Kindern unter sechs Jahren bitten wir die Eltern vor Ort zu bleiben, Kinder über sechs Jahren können nach Absprache gerne ohne Begleitung der Eltern teilnehmen.
    • Das Angebot findet nur außerhalb der Schulferien statt
    • Schnuppern ist ohne Mitgliedschaft möglich
    • Wir leiten das Angebot ehrenamtlich, wer helfen möchte, ist herzlich willkommen!

Angebote der Intergrativen Kinder- und Jugendfarm

Die Hauptangebote der Integrativen Jugendfarm im Offenen Bereich lassen sich in drei Kernbereiche gliedern:

der Offene Treffpunkt

• der Tierbereich (Arbeit, Pflege und Umgang mit den Tieren)

der Projektbereich (alte Gewerke, Kochen und Backen, Garten etc.)

Offener Treffpunkt

Der offene Treffpunkt ist ein Teil der Integrativen Jugendfarm. Während der Öffnungszeit nach der Tierversorgung bietet die Integrative Jugendfarm des Reiter- und Lernbauernhof Ponyzwerge Sindlingen e.V. einen offenen, gestaltbaren Raum, den die Kinder für sich nutzen können. Der offene Bereich bietet Kindern die Möglichkeit zu spielen, andere Kinder zu treffen, neue Kontakte zu knüpfen, Freizeit zu verbringen und mit den Mitarbeitern in Kontakt zu treten. Der Treffpunkt wird jeweils für den entsprechenden Tag von einem Ehrenamtlichen betreut. Der zuständige Mitarbeiter begrüßt neue Kinder, erklärt die Regeln. Der offene Treffpunkt beinhaltet weiterhin je nach Bedarf der Kinder:

• gemeinsame Spiele mit den Kindern, je nach Wetter draußen oder im Zelt

• offene Angebote nach Jahreszeit und Interessen der Kinder wie z.B. basteln, malen

• Unterstützung bzw. Schlichtung bei Konflikten

• Beratung und Vermittlung weiterführender Hilfen

 

Tierbereich

Der Tierbereich ist ein wichtiger Kontaktbereich der Integrativen Jugendfarm, viele Kinder lernen über unseren Verein über ihr Interesse an Tieren kennen. Bei der gemeinsamen Tierversorgung finden Neuankömmlinge sprachübergreifend schnell einen Zugang zu anderen Kindern und zu den Mitarbeitern. Die Jugendfarm hält verschiedene Nutz- und Haustiere, welche die Kinder versorgen und pflegen können. Der Stallbereich wird pädagogisch betreut. Die Kinder können bei der täglichen Pflege- und Versorgung der Tiere helfen (ausmisten, Futter zubereiten, füttern etc.). Hier können Kinder unter Anleitung direkten Kontakt zu den Tieren bekommen. Dabei wird den Kindern Wissen über die jeweilige Tierart, deren Lebensweise, artfreundliche Haltung, Pflege und Fütterung vermittelt. Die Kinder können die Tiere kennenlernen und eventuelle Berührungsängste abbauen. In der Tierkontrolle zweimal wöchentlich können Kinder bei der Tierkontrolle mitmachen, hierbei wird von einem fachkundigen Ehrenamtlichen die Gesundheit der Tiere überprüft. Hier können die Kinder ihr Fachwissen über die Tierarten vertiefen, mehr über Krankheiten, Verletzungen und deren Versorgung und Behandlung erfahren und lernen dabei Verantwortung für das Wohl der Tiere zu übernehmen. Bei Aktivitäten mit Tieren wie der „Ziegenschule“ (Kunststücke mit Ziegen), Spaziergängen mit den Schafen, clickern mit den Hunden, füttern und beobachten der Hühner oder dem anlocken und streicheln von den Stallkatzen, lernen Kinder die Tiere besser kennen. Sie lernen, sich auf andere Lebewesen einzustellen und auf deren Besonderheiten und Bedürfnisse Rücksicht zu nehmen.

 

Projektbereich

 

Im Projektbereich der Integrativen Jugendfarm findet jeden Tag mindestens ein pädagogisch betreutes Projektangebot aus dem Bereich alte Gewerke, Backen oder Garten statt. Bei den Handwerksprojekten haben Kinder die Möglichkeit, durch das Herstellen eigener Produkte den Wert von Dingen mit den eigenen Händen zu erfahren und begreifen. Darüber hinaus ermöglichen die Projektangebote Elementarerfahrungen mit Feuer, Wasser, Luft und Erde. Von der Pflege der Schafe über das Scheren, Waschen und Kämmen der Wolle und schließlich deren Verarbeitung (spinnen, filzen, weben etc.) können Kinder am Prozess der Wollverarbeitung aktiv mitwirken. Filzen oder Walken mit warmen Wasser und Seife ist die traditionelle handwerkliche Verarbeitung der Wolle. Dies ermöglicht vielfältige Sinneserfahrungen und erfordert gleichzeitig auch feinmotorische Geschicklichkeit, Konzentration und Ausdauer. Filzen bietet den Kindern die Möglichkeit frei zu experimentieren, da die Werkstücke immer wieder verändert oder ergänzt werden können. Spinnen, das Verarbeiten von gekämmter (kardierter) Wolle zu einem Wollfaden mit Hilfe eines Spinnrades oder einer Handspindel, erfordert viel Geduld und Geschick. Hierbei werden feinmotorische Fähigkeiten geschult und Geduld und Ausdauer gefördert. Weitere Verarbeitungsmöglichkeiten der versponnenen Wolle sind dann z.B. stricken, häkeln oder weben. In der Holzwerkstatt lernen die Kinder den fachgerechten Umgang mit Werkzeugen wie Hammer, Axt, Säge, Akkuschrauber, Zange oder Holzleim. Das selber Gestalten von Holzarbeiten regt die Kreativität an und fördert das Selbstbewusstsein („das hab ich selber gemacht“). Motorische Fähigkeiten, strukturiertes und ergebnisorientiertes Arbeiten werden geschult. In der Holzwerkstatt wird häufig im Team gearbeitet, so werden soziale Kompetenzen gestärkt. Beim gemeinsamen Bauen im Team werden soziale Kompetenzen gestärkt, beim Hämmern, Sägen und Schrauben werden der Umgang mit Werkzeug erlernt und motorische Fähigkeiten geschult. Die Kinderfirma „Selbstgemachtes von der Integrativen Jugendfarm“ findet derzeit nur bei Engagement und Mitwirken von weiteren Ehrentamtlichen statt. Neben dem gemeinsamen Werkeln, Pflanzen und Ernten liegt hier ein Schwerpunkt auf wirtschaftlichen Lernprozessen. Bei diesem Projekt können die Kinder alle Bereiche eines Unternehmens kennenlernen, wie z.B. Planung, Herstellung, Service, Abrechnung und Gewinnbeteiligung. Weiterhin können sich die Kinder an der Pflege des vereinseigenen Gartens beteiligen. Es wird gemeinsam gesät, gepflegt, geerntet und verarbeitet. Unvermeidlich und doch ungezwungen erleben Kinder ökologische Kreisläufe und Zusammenhänge wie Mist und organische Abfälle zu wertvoller Gartenerde werden, woher Wolle und Eier kommen. Auch die großen Kreisläufe des Jahres sind eindrucksvoll erlebbar. Dazu gehören auch Geburt und Tod der Tiere. Sie erwerben Wissen über Pflanzen und Gartenbau und können eigene Ideen einbringen. Gartenarbeit erfordert Geduld und Ausdauer und vermittelt dadurch ein Gefühl für den Wert von Lebensmitteln.

Der Projektbereich liegt uns sehr am Herzen. Leider wird hierzu mindestens eine zweite ehrenamtliche Person benötigt, die wir derzeit selten seiten des Vorstandes stellen können. Wer mitwirken möchte, ist herzlich willkommen!